Mittwoch, 5. Mai 2010

Neuseeland

Als nächstes Ziel unserer Weltreise stand Neuseeland auf dem Plan. Da wir aber nur zwei Wochen für die Kiwis eingeplant hatten, entschieden wir uns nur die Südinsel zu erkunden. Rund 3000km legten wir in diesen 14 Tagen in unserem gemieteten, knalligen Jucycamper zurück.

Nach etwa sechshundert Kilometern, hatten wir die Möglichkeit Seelöwen hautnah am Strand liegen zu sehen. Zielstrebig marschierten wir auf diese Fleischberge zu, machten Fotos aus zwei Meter Entfernung und amüsierten uns über die ungelenkigen Bewegungen des dicken Paares. Auf dem Rückweg zum Auto sahen wir dann die Hinweisschilder, dass man den Seelöwen aus Sicherheitsgründen nicht näher als zehn Meter kommen sollte. No risk, no fun - die Fotos waren es wert.

Einige Tage später kamen wir am Milford Sound an.
Wir hatten leider keine andere Wahl als direkt vor dem berühmten Mitre Peak zu übernachten, obwohl das strengstens untersagt wurde. Dieser begrüßte uns am Nächsten Morgen mit strahlendem Sonnenschein. Wir entschieden uns für eine Cruise auf dem Sound per Schiff ("Sound" ist übrigens die Bezeichnung der Fjörde in Neuseeland). Wir sahen zahlreiche Wasserfälle, von denen zwei so nah angesteuert wurden, dass wir eine Dusche nehmen und die Jacken auf Wasserfestigkeit testen konnten. Außerdem konnten wir Seehunde zum ersten Mal in freier Wildbahn beobachten. Und was wäre ein Besuch in Neuseeland ohne der obligatorischen Wanderung? Untrainiert wie wir waren, keuchten wir wie zwei Dampfloks als wir oben ankamen, wo wir mit einer wunderschönen Aussicht auf einen ruhigen Bergsee belohnt wurden. Die Strapatzen hatten sich wirklich gelohnt.

In den Folgetagen machten wir Bekanntschaft m
it den lästigsten Bewohnern Neuseelands, den Sandfliegen. Diese Biester sind zwar winzig klein, verursachen aber einen Juckreiz der über zwei Wochen anhält und Spuren die man einem Monat später noch sieht.

Unweit von Queensland haben wir uns für einen Hotride in einem Schnellboot auf einem Fluss entschieden. Außer uns, waren die
restlichen Passagiere nur Südkoreaner, die anderen haben genug Action in ihrem eigenen Land. Warum diese Menschen immer nur in Riesengruppen reisen, bleibt für uns eines der Geheimnisse das wir nie verstehen sollen. Unser Fahrer drehte wahnsinnige
Pirouetten und schrammte in Haaresbreite an Felsen vorbei, dass wir richtig Muffensausen hatten. Aber gefallen hat es trotzdem allen sichtlich.

An der Westküste entlang, fuhren wir an Wolken
verhangenen und total verregneten Gletschern bis in den Norden zum Abel Tasman Nationalpark. Hier hatten wir eine zweitätige Kajaktour gebucht. Mit randvoll bepackten Kajaks paddelten wir die Strände im Abel Tasman Park entlang. Schon nach kurzer Zeit sahen wir einen kleinen Blaupunguin. Weil wir ja immer genau mittendrin statt nur dabei sein wollen haben wir hin fast über den Haufen gepaddelt. Außer Blaupinguinen lebten entlang des Nationalparks viele Seehunde die wir aus nächster Nähe bestaunt haben. Durch zahlreiche Stopps an wunderschönen Stränden mit leckeren Snacks konnten wir uns immer wieder von der Anstrengung erholen. Nach fünf Stunden Oberarmtraining kamen wir dann am gewünschten Campingplatz an und schlugen das Lager für die Nacht auf. Unmittelbar vor dem leckeren Abendessen brach unweit unseres Lager ein Buschfeuer aus. Geistesgegenwärtig griffen sich alle Camper irgendwelche Behälter mit Wasser und schafften es mit viel Mühe den Brand zu löschen. Es stellte sich heraus, dass ein Schulkind aus einer anderen Gruppe, mit einem Feuerzeug gespielt hatte. Ich war nur froh in diesem Moment nicht ihre Lehrerin gewesen zu sein.

Am nächsten Tag und im gleichen Ort
buchten wir schließlich den Skydive. Denn was wäre ein Neuseelandbesuch ohne dem obligatorischen Sprung aus einem Flieger. Zum Glück ging alles sehr schnell. Keine 15 Minuten nach unserer Ankunft in der Flugschule, waren wir auch schon oben und wenige Minuten später saßen wir an der Absprungkante und blickten vier Kilometer in die Tiefe. Der freie Fall dauerte 45 Sekunden, war richtig cool (!) und tatsächlich nur halb so schlimm wie angenommen. Schlimmer war der Part als der Schirm sich öffnete und unser Tandem-Buddy angefangen hat Kreise zu drehen. In diesem Moment wollten wir uns das Frühstück nochmal durch den Kopf gehen lassen :)

Einen Tag später saßen wir wieder im Flieger, diesmal Richtung Königreich Tonga. Dem Land, von dem wir nie gedacht hätten es
jemals bereisen zu können.

Später mehr davon :)


viele Grüße

die Rumtreiber

2 Kommentare:

  1. Boah einfach nur Geil!
    Bis auf die Sache mit dem Jump aus dem Flieger :-D, des wär nix für mich.

    Klasse Beschreibung und wieder sehr schöne Fotos!
    Ich hoffe ihr habt noch viel Spaß. ;)

    Grüßle René

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  2. Yeeehaw...geil...mitunter die besten Landschaftsaufnahmen!!! Auch der Fallschirmsprung ist ja mal hammer! :-)

    Gruß,
    Frank

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