Nach unserer Rückkehr aus Asien sind wir noch eine Woche bei Michaela in Perth geblieben und haben endlich den Kings Park und Rottnest Island bei Fremantle besucht. Das Ticket für die Fähre hatte zwar einen stolzer Preis, relativierte sich jedoch schnell im Anbetracht der Schönheit dieser Insel. Außer ein paar Linienbussen für sportfaule Touris, sind nur Fahrräder auf der Insel erlaubt. Ausgestattet mit einem klapprigen Drahtesel und einem Sturzhelm der roch wie
300 Kilometer
Den ersten längeren Stopp machten wir 300km südlich in Dunsborough bei Margaret River. Hier befindet sich die bekannteste Weinregion Australiens und zeitgleich waren wir hier bei einer Freundin zu Weihnachten eingeladen. Da wir einen längeren Aufenthalt erwartet hatten und die Geldbörse bereits auf die dicke der Kreditkarte geschrumpft war, haben wir uns auf Jobsuche gemacht. Nach wenigen Stunden der Suche, mit erfrischender Pause in einem deutschen Weingut, hatten wir auch schon eine Stelle. In einem kleinen Café/Restaurant konnten wir wieder als Bedienung und Tellerwäscher unser Geschick unter Beweis stellen. Drei Tage lang haben wir tagsüber die Gegend erkundet, am Strand gefaulenzt und Abends gearbeitet. Extreme-Dishwashing und Hardcore-Waitressing würde die Arbeit am ehesten beschreiben. So stand ich auf einer Fläche von einem DINA4-Blatt und musste in Warpgeschwindigkeit, alles von Hand, waschen, spülen und trocknen. Franziska flitzte zwischen Pizzaofen, Küche und Gästen hin und her, dass es nur so qualmte. Letztendlich waren es die lästigen Fliegen und der Unmut über den marokanischen Paschakoch weshalb wir uns noch vor Weihnachten in Richtung Esperance aus dem Staub machten.
1.000 Kilometer
Auf dem Weg nach Esperance trafen wir am Tag vor Heilig Abend das nette schweizer Pärchen Nathalie und Adrian und feierten zusammen ganz Ozzie-like Heilig Abend und Weihnachten mit deftigem Grillfleisch und Minikuchen auf einem Campingplatz. Am ersten Weihnachtsfeiertag sind wir zum berühmten
1.900 Kilometer
Um in den Osten Australiens zu kommen muss man die
3.000 Kilometer
Kurz vor Ceduna blieben wir das erste Mal liegen, weil wir vergessen hatten den Reservetank auf zu füllen. Ich versuchte vergeblich vorbeifahrende Autos zu stoppen. Manche fuhren im Schritttempo an uns vorbei, andere sausten ungebremst weiter. Das lag bestimmt nicht zuletzt an meiner üppigen Haarpracht und dem Zweimonatsbart. Erst als Franziska den vorbeifahrenden winkte, hielt ein junger, barfüssiger Aussie an und verkaufte uns einen Kanister Sprit. Den Liter Bleifrei gab es für "dolla' sump'n, mate", bis ich verstand er meinte "one dollar something". Also einigten wir uns auf "a dolla' fif'" (eins fünfzig) und Sir Rocket fuhr wieder.
3.300 Kilometer
Wir fuhren vorbei an Streky Bay, wo 1992 der größte Weiße Hai von einem 21-jährigen geangelt wurde. Der Monsterfisch misst stolze 5,40m und bekam eine 1:1 Plastiknachbildung im ansässigen Roadhouse. Mit einem nicht erwähnenswerten Abstecher in Port Lincoln und Port Augusta kamen wir abends in Adelaide an. Die letzten Sonnstunden nutzten wir für einen Strandspaziergang und um unsere Wäsche zu waschen.
4.200 Kilometer
Da Silvester nicht mehr weit war und wir zum Umtrunk ins neue Jahr im Melbourne sein wollten, entschieden wir uns nicht länger in Adelaide zu verweilen, sondern schon am selben Abend in Richtung Süden zu fahren. Die Strecke bis zur Great Ocean Road fuhren wir fast ohne Pausen durch. Auf der Great Ocean Road herrschte dann richtige Touristimmung. Jede Menge Backpacker und Surfer die einen Blick auf die dramatischen Felsformationen werfen wollen, oder in den schönen Buchten baden bzw. surfen gehen. Man fährt praktisch 150km direkt am Klippenrand und hat die ganze Zeit eine umwerfende Aussicht auf das Wasser. Kurz bevor man die Great Ocean Road verlässt wird es richtig touristisch und die Strände immer voller. Hier erhascht man auch mit ein wenig Glück einen Blick auf Koalas die in freier Wildbahn auf ihren Eukalyptusbäumen rumsitzen. Da ich fahren musste, hatte Franziska das Vergnügen.
4.400 Kilometer
In Melbourne angekommen, feierten wir mit Anna und Ronja Sylvester im Regen. War aber halb so wild, denn ausser uns waren tausend andere Feierlustige die sic
5.400 Kilometer
Unterwegs haben wir den Bundesstaat New South Wales kennen gelernt, wie wir ihn nicht erwartet hätten: knallgrün, sehr hügelig und richtig idyllisch. Mit Heuballen, Kühen auf den Weiden und kleinen Flüssen. Sydney war dafür um so mehr eine Backpackerfeindliche Tourimetropole ohne Parkplätze in der Innenstadt. Dafür aber mit dem berühmten, etwas überbewertetem, Wahrzeichen, der Oper. Aus der Ferne futuristisch und modern anmutend, aus der Nähe eher grau und durch die Gezeiten gezeichnet. Am Tag darauf, meinem Geburtstag, wurde erstmal anständig gefrühstückt, als Geschenk gabs einen schicken iPod und zum Abendessen Muscheln in Weißweinsoße am schönen Darling Harbour. Ein dickes Dankeschön an dieser Stelle an Ellen & Tobi für den Essensgutschein, sowie an Saskia & Boris und unsere Familien für die üppigen Geldspenden ;).
6.400 Kilometer
In Surfers Paradise angekommen, begannen wir wieder mit der Jobsuche. Das Glück stand dabei leider nicht auf unserer Seite, da sich die Feriensaison dem Ende neigte und alle Pubs, Hotels und Supermärkte ihre Aushilfen beisammen hatten. Es hagelte zwei Wochen lang Absagen. Der einzige Strohhalm an den wir uns klammerten, war ein Putzjob im Hotel, mit der Voraussetzung wir würden uns Selbstständig melden, damit der Arbeitgeber keinen Stress mit der Steuerabführung hat. Nach einer endlosen Online-Anmeldung und stundenlangen Telefonaten teilte uns eine Dame eine Woche später mit, dass wir als non-residents keine ABN (Selbstständigennummer) erhalten können. Die Stimmung und unser Anstand war an diesem Tag auf Kellerniveau gesunken. So stürzten wir aus Frust in der Mittagszeit selbstgemachte Weinschorle und legten uns aus Protest an den Strand. Ein kleiner Lichtblick war dann das Treffen mit unseren Freunden Philip und Morris. Ein langer und superwitziger Plauderabend voller Bier, Kalorienreichem Nudelfutter und feinem Bunderbergh-Whiskey in ihrem Palast auf 4 Rädern, war eine willkommene Abwechslung zur sonst so deprimierenden Woche. Gleich am nächsten Tag fuhren wir die letzten Kilometer nach Brisbane um hier unser Jobglück zu probieren. Zeitgleich haben wir Surfers Paradise abgehakt, da die Stadt außer guten Surfspots, Bauch -und Hirnfreien Teens und Ballermanstimmung nicht viel zu bieten hatte.
6.500 Kilometer
Nach anfänglichen Absagen in Brisbane
sanfte Grüße
die Rumtreiber
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