Fiji
Für Fiji haben wir es endlich gebacken
bekommen über "Couchsurfing" eine Bleibe zu organisieren. Couchsurfing ist eine globale Web-Community, über die Privatpersonen eine Übernachtungsmöglichkeit für Reisende anbieten. Der Ehrencodex besagt, dass die Übernachtung kostenfrei ist. Dazu sollte man kontaktfreudig, anständig, nett und am besten eine Frau sein, wie wir irgendwann endlich begriffen. Wir stellten mein Mitgliedsprofil auf Franzi um und im Handumdrehen hagelte es an Einladungen. Letztendlich entschieden wir uns für einen seriös wirkenden Fijianer der ausschließlich positive Bewertungen im Profil hatte.
Save, unser Gastvater, organisierte den Abholservice vom Flughafen und so standen wir irgendwann vor seiner Hütte. Die winzige Bude wurde von ca. vier bis acht Menschen bewohnt, so genau konnten wir das nicht sagen, denn ständig gingen Leute ein und aus und alle waren sie irgendwie mit ihm verwandt. Kochen, waschen, duschen, wohnen, Kinder großziehen und Reisende bei sich aufnehmen auf engstem Raum bei gefühlten 40 Grad im Schatten und 80% Luftfeuchtigkeit.
Was für die Einheimischen Normalität, war für uns eine ganz schöne Umstellung. Wir wollten es aber so und waren froh dass man uns freundlich aufnahm und Mittags und Abends mit der Fiji-Küche verköstigte. Fisch mit Kartoffelähnlicher Wurzel und Gemüse auf Kokosmilch ist nicht jedermanns Sache, aber wir hatten auch schon "exotischer" gespeist. Saves Kinder hatten von der ersten Sekunde an keine Berührungsängste und benutzten uns als Hüpfburg. Am morgen darauf war seine Frau bereits um 4:30 Uhr am Teigtaschen fritieren (das Frühstück) und Save gab uns letzte Instruktionen zum Inselhopping, dass er für uns organisiert hatte - für ihn als ehemaligen Reiseveranstalter und jetzigen Hausmann, ein guter Nebenverdienst.Per Linienbus ging es zum Flughafen, per Reisebus
weiter zum Pier, mit dem Katamaran zur Yasawa Inselgruppe und in einem Fischerboot auf die erste Insel. Wir besuchten insgesamt fünf wunderschöne, kleine Eilande und verbrachten dort insgesamt 14 Tage bei bestem Wetter.
Einige Resorts hatten eine super Lage, sodass man den kompletten Strand mit einer Handvoll anderer Gäste für sich allein hatte. Für solche Unterkünfte mussten wir allerdings eine schöne Stan
ge Geld hinlegen, was es uns aber auch absolut wert war :) Unser Tagesablauf war in etwa wie folgt: Frühstück auf der Holzterasse, Schnorcheln am hauseigenen Riff, lesen, Mittagessen unter Palmen, Mittagsschläfchen, schnorcheln, lesen, Kaffee & Kuchen, Hängematte, lesen und Abendessen mit chilliger Musik. An einem Abend haben die Mitarbeiter einen TV aufgestellt und schöne alte DVD-Schinken rausgekramt. So etwas lässt sich kaum mehr toppen!Das Resort der fünften und letzten Insel, war ebenfalls ein
Moneten-Reisswolf. Die Zimmer und Anlagen waren wunderschön und penibel sauber, das Essen in Buffetform üppig und ausgezeichnet, dafür aber die Anlage voll mit Reisenden. Ob Quizabend, Kinoabend, Schmuckbasteln, Beachvolleyball oder die ständigen Bula-Tanzabende - für jeden war etwas dabei. Immer wieder trafen wir Backpacker aus Deutschland und der Schweiz. Es schein so als ob alle Weltreisenden auch auf Fiji Halt machen. Nur selten trafen wir Reisende, die einfach nur zum Urlaub hier waren.So verließen wir nach drei Tagen auch diese Insel und steuerten den Flughafen an, der uns nach L.A. bringen sollte. Auf dem Weg dort hin, hatte unser Busfahrer in der Eile vergessen, die Gepäcktüren zu schließen. Das war nicht weiter wild, er hatte es immerhin rechtzeitig bemerkt, als in der ersten Kurve die Koffer über die Kreuzung verteilten wurden.Am Flughafen trafen wir nochmal Anna und Ronja "unsere Mädels" mit denen wir Australien genossen haben, die just in diesem Moment auf Fiji angekommen sind und gerade dabei waren ihren Inselhopping-Trip zu buchen. Wir versorgten die Mädels mit den nötigen Infos, tranken noch den letzten gemeinsamen Kaffee und waren drei Stunden und mehrere Leibesvisitationen später im Flieger in Richtung Verunreinigte Staaten.Da Fiji so verfl
ucht weit weg ist und man für den Flug allein genau so viel hinlegen muss wie für die zwei Wochen Urlaub, lohnt es sich eher nach Thailand zu fliegen und für die Hälfte der Kosten drei Wochen zu entspannen. Aber wenn man sowieso schon drüber hinweg fliegt, lohnt sich allemal ein Abstecher nach Fiji.
Grüße
die Rumtreiber
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