Nachdem die erste Nacht sehr komfortabel und ganz und gar nicht Backpackermäßig war, machten wir uns am nächsten Vormittag auf zum Sightseeing.
Unser Stadtteil „Little India“ bestand eigentlich nur aus Hotels, teuflisch leckeren Schnellgarküchen und jede Menge Indern. Von der bekannten Singapurer Sauberkeit keine Spur. Egal, man war von Mannheim auch nicht Besseres gewohnt ;).
Weiter zu Sim Lim dem Technikmekka auf der Suche nach einem Schnäppchen. Sämtliche Läden sind bis zum Bersten gestopft mit Kram für den erstmal weitere 5 Milliarden Asiaten gezeugt werden müssen. Blinkender und funkelnder Bullshit, den kein vernünftiger Mensch benötigt. Das besagte Schnäppchen haben wir uns in die Haare geschmiert, nachdem es hieß „iPhones only with contract“.
Nach dem multimedialen Overflash im Sim Lim gings zur Orchard Road, der Shoppingstraße in Singapur schlechthin. Hier reiht sich eine Boutique an die andere und es gibt eigentlich nichts was man nicht auch in Deutschland bekommt, nur günstiger. Zwischendurch haben wir immer wieder Pausen an einem der vielen leckeren Hawkers (Fressbuden) gemacht.
Nach ca. tausend Kilometern zu Fuß bei gefühlten 100°C und 80% Luftfeuchtigkeit freuten wir uns auf den Pool im Hotel, quälten uns danach aber gleich weiter zum Fressmarathon, in die besagten indischen Garküchen. In einer kleinen, gut besuchten Bude (Riesendank an Maria für den Tipp) waren wir zwei Weißbrote geradezu so exotisch wie das Besteck in diesem Laden, denn man aß mit den Händen. Korrigiere, mit der rechten Hand, denn die Linke verwendet der Inder für das schmutzige Geschäft.
Danach weiter per Metro nach China Town, wo bereits um 22 Uhr die Bordsteine hochgeklappt wurden. Die Bilder erzählen eigentlich mehr als überhaupt passiert ist.
Am zweiten Tag stand Sentosa Island und die Night Safari im Singapurer Zoo auf dem Plan. Noch bevor wir in die Metro stiegen, gönnten wir uns eine „Entspannungsmassage“ die sich jedoch anfühlte als würde mich ein ausgewachsener Elefantenbulle bearbeiten. Diese Thaimädels haben wahnsinnig kräftige Hände mit deren Fingern sie Paranüsse knacken könnten. Dafür fühlt man sich danach wie neu geboren :)
Sentosa Island ist eine kleine, Singapur vorgelagerte Insel, die vielmehr unserem Europa-Park gleicht, nur in schön. Zuvor noch schnell ein paar Reis-Fisch-Happen im High-Tech-Sushi-Restaurant in den Kopf geworfen (hier wird per Mausklick am Bildschirm bestellt) und dann ist man reif für die Insel. An ein paar hübschen und hinterlistigen Springbrunnen vorbei, an Rollercoastern und unzähligen Baustellen (der Park ist am Entstehen) und geradewegs an den Strand. Durch die erdrückende Hitze und abartige Schwüle, ging uns recht plötzlich die Puste aus und wir pfiffen aus allen Löchern, so dass wir bald Richtung Mall abzogen um uns abzukühlen und den Park damit abhakten.
Die Night Safari sollte man gemacht haben. Man wird in Massen abgefertigt und auf mehrere Waggons „verladen“ die quer durch den Park tuckern. Eine nette Stimme erklärt dabei jedes einzelne Gehege und ermahnt dabei ständig die japanischen Mitreisenden ohne Blitz zu fotografieren. Womöglich werden die Tierchen dadurch dumm. Man sieht auch tatsächlich in jedem Gehege die Tiere die da „freiwillig residieren“ und immer in dem Moment vortreten, wenn ein Wagen vorbeifährt. Meine Theorie ist ja, dass hinter den Gehegen fiese Azubis stehen die die Tierchen mit Stromstößen hervortreiben. Aber vielleicht geht da auch einfach nur meine Phantasie mit mir durch.
Im Anschluss hat man die Möglichkeit sich mit Souvenirs ein zu decken oder sich im Multikulti-Restaurant was leckeres in den Kopf zu schieben.
Alles in allem kann man sich Singapur mal ansehen, muss es aber nicht. Bangkok ist weitaus aufregender.
Grüße
Eugen & Franziska
P.S. Mein Schlafsack ist immer noch nicht aufgetaucht.
...und weiter gehts^^ es scheint, als ob du dir einen neuen schlafsack besorgen musst :-/
AntwortenLöschenGruß aus Mannheim
Frank
Super interessant Eugen & Franzi!
AntwortenLöschenich schau jeden tag vorbei, poste immer fleißig weiter. Da bekommt man wirklich Fernweh... (@ alle Fernseh-Kinder: ja das Wort Fernweh gibt es auch ;)
grüße
Jens
Hey so wie ihr beiden schreibt (oder wer auch immer federführend ist), es ist sehr spannend und macht laune es zu lesen. Danke das ihr auch auch noch diese Zeit nehmt. Kann man ja vielleicht später sogar ein Buch draus machen - nur weiter so.
AntwortenLöschenAnsonsten schöne Fotos und viel Stress bei euch, aber letzteres war ja zu erwarten :)...
Ich freue mich schon auf weitere Infos von euch und solang alles Gute und passt auf euch auf!
Viele Grüße
René