Freitag, 21. August 2009

Perth - oder die abgelegenste Stadt der Welt

Sorry Leute, das Update ließ auf sich warten, aber here we are!

Am 10. August hatten wir nach einem Fünf-Stunden-Flug Australien erreicht. Die Maschine schien fast nur für uns gechartert, denn von ca. 200 Plätzen waren gerade mal 10% besetzt. Jeder hatte somit einen Steward für sich :) Eugen hat das wenig beeindruckt, er schlief den ganzen Weg über.

Da Michaela, Eugen
s Schulfreundin, beruflich unterwegs ist, haben wir ihre Wohnung für zwei Wochen zur Verfügung.

Perth ist grün, hat einen großen, schönen See in den sich öfter Delfine verirren, jede Menge Pu
bs, eine Atemberaubende Skyline, wunderschöne Strände, einen riesigen grünen Park, freundliche und hilfsbereite Einwohner und jede Menge Charme. Perth beherbergt 1,5 Mio. Einwohner und zählt flächenmäßig zu einer der größten Städte der Welt. Die nächste Großstadt ist über 2.800 km entfernt, was Perth zur abgelegensten Stadt der Welt macht. Die hässliche Seite von Perth ist die Situation der "native australian", den Aboriginal People. Ausnahmslos jeder, den wir auf der Straße gesehen haben, hängt an der Flasche oder schnüffelt Klebstoff.

Einen Tag nach unserer Ankunft, machten wir uns auf, das Stadtzentrum zu erk
unden. Nach einem anstrengenden Fußmarsch endeckten wir ein kleines Jobbüro. Wir meldeten uns arbeitswillig und die junge Dame nahm
uns
ere Profildaten auf. Hier stießen wir zum Ersten Mal an unsere Sprachgrenzen. Wie erklärt man dass man eine Ausbildung absolviert hat, Erfahrung im Umgang mit Gabelstaplern hat und wie zur Hölle heißt der Baumarkt auf englisch? Das Teil nennt man hier "Do-it-yourself-warehouse". Komm da mal drauf! Wir wurden auf den nächsten Morgen vertröstet. Auf dem Heimweg entlarvte uns ein volltrunkener Australier als Deutsche und begrüßte uns mit "Sieg Heil". Was soll man da noch sagen, der Typ war voll wie zehn Russen.

Am nächsten Morgen pünktlich um 9:55 Uhr, standen wir im Jobbüro. Nach stundenlangen rumsitzen und Löcher in die Luft starren, eröffnete uns die beleibte Dame, dass wir am nächsten Morgen wieder kommen sollen, es gäbe nur Jobs für Backpacker mit eigenem Fahrzeug.

Der nächste Tag erschien wie ein D
ej Vu - die selbe Frau, der selbe Ort, die selbe Vertröstung. Wir entschieden uns den Fokus nun eher auf den Kauf eines Vans zu legen. Noch am selben Tag fanden wir einen der uns gut gefiel. Wir riefen den Besitzer - Phil ein Backpacker aus Deutschland - an und vereinbarten noch am selben Abend einen Termin. Es war ein weißer '98er Ford Econovan (bis auf die Felgen ist das genau unser Van) mit nachträglich eingebauter Liegefläche inkl. Matratze. Der Feuerstuhl sollte unserer werden.

Die zweite Woche verbrachten wir mit einem Arsch voll Papierkram. Das Auto war in Queensland gemedet und wir mussten es ummelden. In Australien hat jedes Bundesland seine eigenen Vorschriften, deshalb müssen wir eine elektronische Wegfahrsperre nachrüsten lassen. Der Van ist derzeit in der Werkstatt und sollte heute fertig gepimpt sein. Dann nochmal durch den Tüv und ab auf die Piste. Yiiihaaaaa!

An einem Nachmittag besuchten wir Doris in Fremantel, die Verwandte e
iner Kollegin von Franziska. Wir verbrachten mit ihr einen schönen Nachmittag, besuchten zum ersten Mal das Meer bei Tag und bestaunten die superstylischen Häuser. Den Tag darauf waren wir im Aquarium AQWA in Perth und genossen die bunte Unterwasserwelt im Glastunnel. Riesige Haie, Schildkröten, Mantas und andere Unterwassertierchen glitten gemütlich über unsere Köpfe hinweg. Beeindruckend!

Leider ist zur Zeit Winter, der sich hier aber anfühlt wie der Frühling in Deutschland. Im Schnitt sind es 18°C und es regnet häufig. Deshalb haben wir beschlossen, Anfang nächster Woche in den sonnigen und warmen Norden, genauer gesagt ins 1200 km entfernte Exmouth, zu fahren. In der Nähe gibt es eine Delfinfarm auf der man jobben könnte und noch dazu lockt die Reiselust.
Das Autofahren war im Ersten Moment etwas tricky, aber da die Fahrweise hier eine ganz entspannte ist und wir in Deutschland das Linksfahren geübt haben, läuft die Sache mittlerweile rund ;)

Wir berichten dann von Exmouth wieder.


Stay tuned

Franzi & Eugen

P.P.S Den Schlafsack haben wir aufgegeben, dafür aber von Phil zwei neue bekommen :)

1 Kommentar:

  1. Chrissi und Falk26. August 2009 um 00:12

    Hi ihr beiden,
    wir lesen auch fleißig mit, sehr interessant. Weiter so und immer schön reiselustig bleiben.
    Glg Chrissi und Falk

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