Samstag, 8. August 2009

Ankunft in Singapur

Die Flüge nach Singapur waren, wie erwartet, anstrengend. Zahlreiche Videospiele und mehrere Blockbuster später kamen wir um 22:30 Uhr Ortszeit an und stellten fest, dass mein Schlafsack Füße bekommen hatte. Der Seemannsknoten ist auch nicht mehr das, was er einmal war. Nach der Vermisstenanzeige am Flughafen machten wir uns auf den Weg zu unserem 1-Sterne-Hotel, verpassten jedoch die Metro um winzige aber gewichtige drei Minuten, denn es war die letzte für diesen Abend.

Immer noch bester Laune, entschieden wir uns für ein Taxi und waren innerhalb kürzester Zeit vor unserem Hotel. Mit Augenringen so groß wie die des Saturns, durften wir sogleich unser Zimmer beziehen nachdem ein Inder mit Tigerkrallenähnlichen Fingernägeln uns die Keycard überreichte. Unzählige Flure und krasse Düfte später standen wir vor unserem „Loch“. Zur Begrüßung hatte man uns Haare hinterlassen die ausgereicht hätten um „Tigerkralle“ einen schönen Vollbart zu stricken. Überall wo man hinsah rannten gepanzerte Achtbeiner herum. Wir entschieden Tigerkralle von den Mitbewohnern, die mittlerweile schon das Bett in Beschlag genommen hatten, zu berichten. Mit völlig überraschter Miene die einen Oscar verdient hätte, griff der der quirlige Firlefanz zielsicher zu einer überdimensionierten Insektendose, die ausgereicht hätte um das gesamte Hotel ab zu fackeln. Er kannte also das Problem und war bestens vorbereitet. Nachdem das Bettzeug, die Möbel, unsere Rucksäcke und das gesamte Loch vollständig mit Insektenspray kontaminiert waren, mussten wir es räumen um nicht auch rücklings liegend mit den Gliedmasen zu zucken. Tigerkralle entschied nach der Aktion dass seine Arbeit getan sei und machte sich aus dem Staub. Enttäuscht vom brechreizfördernden Resultat (außer den toten Kakerlaken hatten wir Haare aus sämtlichen Körperöffnungen in den sanitären Anlagen) nahmen wir die Sache selbst in die Hand und suchten uns promt eine neue Bleibe. Wir fanden sie zwei Straßen weiter im Park Royal Hotel. Der Preis war egal, wir wollten duschen und schlafen! Unsicher, ob wir mit unserer Kleidung in die Hotellobby kommen, schleppten wir uns zur Rezeption und fragten ob sie auch bezahlbare Doppelzimmer haben. Eine junge Frau aus der Heimat erkannte die Not in meinem Hundeblick und drückte den Preis auf 80 Euro pro Nacht. Außerdem gab es das Frühstück ohne Aufpreis dazu :). Wir bezogen ein Zimmer im 18 Stock und nach einer ausgiebigen Dusche war der Abend um 01:45 Uhr zu Ende. So wie wir auch.


Grüße aus der saubersten Stadt der Welt (?)
Eugen

6 Kommentare:

  1. Hi ihr zwei!
    Schön, dass ihr gut da unten angekommen seid! Euer erster Bericht hört sich schon nach dem großen Abenteuer an ;-) Da wäre ich auch lieber ins 5-Sterne-Hotel geflüchtet ;-)) Das nächste mal machts doch sicher auch ein Fläschchen Sakrotan ;-)
    Ich denke an Euch!
    Franzi

    AntwortenLöschen
  2. hallo bin jetzt begeisterter Leser eures Berichtes und gespannt was noch folgt.

    Alles Gute

    AntwortenLöschen
  3. Hey Eugen,
    ihr schafft es ja echt, eure Erlebnisse total spannend darzustellen. Bin schon gespannt auf den nächsten Post.
    Wünsche euch beiden alles Gute,
    Heiko P.

    AntwortenLöschen
  4. Hallo ihr beiden,

    Eugen, jetzt hab ich mir mal in Ruhe eure Seite durchgelesen und die Bilder angeschaut.
    Das sieht ja wirklich alles ganz super aus, ich wünsch euch viel Glück und schöne Erlebnisse.
    Hoffentlich nicht soviele gruselige und ekelige wie in dem Hotel ;-(
    Liebe Grüße,
    Damaris

    AntwortenLöschen
  5. Was für ein unterschied bei den hotels :-D

    ihr habt übrigens einen echt tollen schreibstil^^

    AntwortenLöschen
  6. Hallo Ihr 2,

    ja Singapore ist anstrengend ;-))

    Fast unvorstellbar einen Marathon in der City zu absolvieren.

    >3 und viel Glück

    Wolfgang

    AntwortenLöschen

leave a message after the beep